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Heilfasten ist nicht Hungern und mehr als Abnehmen! Probleme bereitet dem Menschen das Essen, nicht das Fasten.

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Durch eine Fastenkur den eigenen Körper neu erleben

Fasten bietet die Chance, sich auf sich selbst und die eigene Lebensweise zu besinnen. Mit leerem Magen werden die inneren Kräfte wieder deutlicher wahrgenommen. Der Fastende kommt zu Erkenntnissen und Lösungen, die ihm neue Kraft für das tägliche Leben geben.

Unter ständiger Anspannung, dem Gefühl der Überforderung, innerer Leere und Hilflosigkeit fühlen sich viele Menschen eingeengt, zerrissen und weit entfernt vom Sinn des Lebens. Ihr Körper und ihre Seele reagieren mit Trennung, dabei wäre Ganzheit im Sinne von "heil sein, eins sein" das Ziel. Der Körper übernimmt die fehlende Gewichtigkeit im wahrsten Sinne des Wortes, und der Geist weiß auch nicht mehr so genau, woran er sich festhalten soll. Fasten im germanischen Ursprung bedeutet "festhalten" ebenso wie das englische "to fasten". Fasten ermöglicht eine tiefe körperliche und geistige Erfahrung. Jeder Fastende wird herausgefordert, die eigenen Lebens- und Entwicklungsmöglichkeiten neu zu überdenken. Gehört diese sehr persönliche Veränderung in die Öffentlichkeit einer Gruppe "fremder" Menschen? Oder ist sie eher etwas für den privaten Bereich?

 

 

Mehr Sicherheit in der Gruppe

Immer mehr Menschen hören und lesen von den positiven Wirkungen des Fastens und wollen es ausprobieren. Bücher geben gute Anregungen und wichtige Informationen für den Einstieg in das Thema. Für die praktische Durchführung vertrauen sich viele jedoch lieber einer Gruppe an, in der ein erfahrener Fastenleiter beratend zur Seite steht. Zu Anfang mögen die fremden Menschen in der Gruppe noch Hemmungen auslösen, bald schon vermitteln sie jedoch das Gefühl, das Ziel miteinander leichter erreichen zu können.

Ganz langsam tasten sich alle Gruppenmitglieder unter fachkundiger Führung an das neue, spannende Erleben mit und um den eigenen Körper heran. Aus welchen Gründen auch immer der einzelne gekommen sein mag, schon nach den ersten gemeinsamen Erlebnissen, wie das ständige Wasserlassen am Entlastungstag oder die Reaktionen auf Glaubersalz, fühlt sich eine Fastengruppe als Gemeinschaft. "Wir werden das schon schaffen" steht im Vordergrund, und die unsichere Frage "Ob ich das wohl schaffe?" aus der Vorstellungsrunde ist schon fast vergessen. Jetzt beginnt ganz unbewußt der Schritt vom Ich zum Wir. In der Gruppe wird das neue Körpererleben bei jedem Treffen zum Thema gemacht. Unter dem Motto "Mir geht es gut - Wie geht es Dir?" berichtet jeder, der möchte, von seinen Erlebnissen und Erfahrungen des Tages. Und wenn erst einmal alle herzlich über das typische Ziehen in den Oberschenkeln und den Kommentar des Sohnes einer Teilnehmerin "Mami, du gehst ja heute wie die Oma von nebenan" gelacht haben, ist der Bann gebrochen. Geteiltes Leid ist halbes Leid, auch wenn alle eigentlich schon vorher von dieser Körperreaktion gehört haben. An dieser Stelle bietet sich für den Fastenleiter die Möglichkeit, auf eventuelle kleinere oder größere Fehler, z. B. unzureichende Trinkmengen, aufmerksam zu machen.

 

 

Gemeinsam Erfahrungen sammeln

Die Gruppe ist auch ein Übungsfeld, sich schlagfertige Antworten auf Umweltreaktionen auszudenken. Häufig bekommt der eine oder andere Fastenneuling zu hören: "Mußt Du Dir das denn antun?". Hier stärkt der Austausch unter Gleichgesinnten, da jeder merkt, daß auch die anderen Teilnehmer ähnliche Erfahrungen machen. Und das wiederum unterstützt das Gefühl, auf dem richtigen Weg zu sein. Die gemeinsamen Treffen sind für den Fastenleiter die Gelegenheit, die Teilnehmer auf den kommenden Tag vorzubereiten. Er berichtet von Anwendungen und Entspannungsmethoden, die eine Fastenzeit unterstützen und bereichern können. Er erklärt noch einmal die Vorteile einer Kneippschen Anwendung in bestimmten Fastensituationen und stellt verschiedene Tees vor, die z. B. Ausscheidungsprozesse anregen.

 

 

Offen für Neues

Vielen Menschen bringt eine Fastenzeit die Chance, etwas mehr für sich zu tun. Der erste Schritt ist schon mit der Entscheidung zum Fasten gefallen. Die Fastenden spüren, welche wohltuende Wirkung für den Körper eine Zeit ohne Nahrung mit sich bringt und übertragen dieses Gefühl auf andere Lebensbereiche. In dieser Situation ist jeder offen, etwas Neues zu lernen oder schon Gelerntes wieder aufleben zu lassen, z. B. im Bereich Entspannung, der im Fasten eine wichtige Rolle spielt. Die Kräfte unseres Unterbewußtseins werden gerade mit leerem Magen verstärkt wahrgenommen und die in der Fastenzeit gewonnenen Erfahrungen bleiben als tiefes Erleben in jedem einzelnen verankert. Ähnlich ist es mit der Bewegung. Fasten ruft nach körperlicher Aktivität. Nur wer sich in der Fastenzeit bewegt, nimmt genug Sauerstoff auf, zehrt ausreichend von seinen Fettreserven, ist gut durchblutet und fühlt sich warm und körperlich fit. Verabredungen mit der Gruppe motivieren zum Schwimmen, Laufen oder zu gemeinsamen Fastenwanderungen. Mit Erstaunen stellen viele Fastende fest, wie mühelos es sich ohne "Gepäck", nur mit einer gut gefüllten Thermoskanne und Wasserflasche kilometerweit wandern läßt.

 

 

Innere Kräfte entdecken

"Wenn der Mensch im Fasten Verzicht auf Materielles übt und körperlich materiell abnimmt, so kann er mit der entsprechenden geistigen Nahrung im seelisch-geistigen Bereich wachsen". Dieses Wachsen aber braucht Raum und Zeit. Darum ist es ratsamer, das Fasten abgeschieden vom Alltag in einer anderen Umgebung durchzuführen. Eine Gruppe kann dabei unterstützen, soll aber zu nichts verpflichten. Jeder soll die Erfahrung machen können, Zeit für sich und seine eigenen Probleme zu haben. Meist werden sie aus einer gewissen Distanz ganz anders beurteilt. Viele Faster sind wegen dieser wertvollen Erfahrung motiviert, immer wieder zu fasten. "Wichtige Dinge werden unwichtig - Unwichtiges wird wichtig" (O. Buchinger sen.). Zu dieser Erkenntnis gelangen viele während des Fastens und erreichen dadurch einen Zugang zur eigenen inneren Kraft.

Schnell ist das Bergfest erreicht, die Hälfte der Fastenzeit herum. Das Fasten hat einen gleichmäßigen Rhythmus angenommen und wird von allen genossen. In den letzten zwei Tagen vor dem Fastenbrechen ist Essen wieder ein Thema in der Gruppe. Wer so viel positive Erfahrungen mit seinem Körper gemacht hat, möchte nicht wieder in alte Eßfehler verfallen. Hier werden die Weichen neu gestellt für ein bewußteres Eßverhalten. Auch dabei kann der Fastenleiter mit Erklärungen und Erfahrungen zur Seite stehen, so daß jeder seine persönlichen Ziele für die Zeit nach dem Fasten stecken kann.

 

 

Fasten und Essen als Einheit erleben

Das Beenden des Fastens stellt einen weiteren Höhepunkt der Fastenwoche dar. "Wer das Essen nicht ehrt, ist des Fastens nicht wert" beschreibt Pater N. Brantschen die Aufbauzeit. Häufig fragen sich die Fastenden, ob sie gerade jetzt wieder essen sollen, wo alles so gut läuft? Aber irgendwann ist auch die schönste Fastenzeit zu Ende, und das Essen beginnt neu: ganz feierlich mit einer Meditation und einem genußvoll gekauten Apfel, den die meisten noch nicht einmal ganz verspeisen. Und hierin liegt die große Chance der Aufbauzeit: Das eigene Hungergefühl wieder kennenzulernen, ganz neue Erfahrungen mit dem Essen zu machen, sich neu auf das Kauen und Genießen einzustellen. Der Sinn der Fastenzeit wird dadurch noch einmal sehr deutlich und Essen und Fasten als Ganzheit erlebt. Um den einzelnen gerade in dieser Aufbauphase nicht allein zu lassen, sind bei Gruppen vor Ort Nachtreffen in größer werdenden Abständen sehr sinnvoll. Hier kann der Fastenleiter beraten und konkrete Hilfestellungen geben. "Alle Antworten auf unsere Probleme liegen in uns selbst" (R. Dahlke). Viele Faster nehmen diese Erkenntnis in das tägliche Leben mit. Wenn der Zugang zu dieser Lösung nicht mehr gegeben ist, könnte dies ein Zeichen für eine erneute Überfrachtung des Körpers mit Alltagsstreß und Nahrung sein. Dann ist es Zeit, erneut zu fasten.